Sonntag, 25.04.2021

Das Fieber – Der Kampf gegen Malaria

Weltweite Online-Premiere aus Ebersberg: Dokumentation über Malaria und Filmgespräch mit Regisseurin und Fachleuten

Österreich, Deutschland, Schweiz 2019 / Dokumentarfilm / 99 Minuten / Regie: Katharina Weingartner / ab 6 Jahren freigegeben / OmU

 

Ein wunderschöner Film über eine grauenhafte Krankheit. – ORF-Radio FM4

 

Corona legt die Welt lahm und lässt andere Infektionskrankheiten vergessen. Es wird davon ausgegangen, dass als Folge des Lockdowns in diesem Jahr doppelt so viele Menschen an Malaria sterben werden als sonst. Dabei gäbe es durchaus auch pflanzliche Möglichkeiten. Katharina Weingartner hat darüber und über die Machenschaften der Pharmaindustrie eine Dokumentation gedreht, die das altes kino Ebersberg zum Weltmalariatag als weltweite kostenlose Online-Premiere im Livestream zeigt. Anschließend gibt es ein Filmgespräch mit Experten aus Medizin und Entwicklungspolitik.

 

Malaria hat südlich der Sahara bereits mehr Menschen getötet als alle Krankheiten und Kriege dieser Erde zusammen: Ein totes Kind pro Minute lautet die grausame Formel. Black lives don’t matter? Aber was wäre, wenn eine Heilpflanze den ältesten Parasiten der Menschheit besänftigen könnte? Eine bezahlbare Medizin, die jeder selbst im Garten ziehen kann? Im Krisengebiet Ostafrika setzen die Heilpraktikerin Rehema Namyalo, der Biologe Richard Mukabana und der Pharmakologe Patrick Ogwang auf den einjährigen Beifuß, Artemisia annua. Dessen isolierter Wirkstoff Artemisinin wird längst von der globalen Pharmaindustrie in teuren Malaria-Präparaten erfolgreich eingesetzt. Doch die Forscher stoßen bei ihrer Suche nach lokalen, billigen Lösungen auf heftigen Widerstand bei den Pharmakonzernen und große Skepsis bei den Regierungen. Nicht einmal die WHO will das Engagement unterstützen. Geht es hier tatsächlich noch um Entwicklungszusammenarbeit oder um koloniale Unterwerfung und Profitgier?

 

Profitsucht

Der Film rüttle auf, sei klug und mutig, urteilte der Schweizer Soziologe Jean Ziegler. „Wir, die wir erstmals am eigenen Leib den Schrecken einer Pandemie erfahren, werden an jene erinnert, die schon ewig mit einer tödlichen Krankheit ringen“, sagt er. Der Dokumentarfilm „zeigt die bodenlose Arroganz der Pharmakonzerne, ihre Repression der afrikanischen Forscher und ihre Profitsucht“.

 

Im Anschluss an den Film gibt es einen Talk, an dem neben der Regisseurin Katharina Weingartner Fachleute von „Ärzte ohne Grenzen“, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung teilnehmen. Die Moderation übernimmt der Journalist Peter Kreysler.

 

Der Film wird auf https://live.alteskino.de gezeigt. Zuschauer können sich per Chat am Talk beteiligen. Der Abend beginnt mit einer kurzen Einführung um 17 Uhr, das Filmgespräch findet ab 19 Uhr statt.

Abendkasse: (gratis)
Einlass: 16:45 Uhr
Beginn: 17:00 Uhr
Ort: altes kino Ebersberg

Sonntag, 25.04.2021

Das Fieber – Der Kampf gegen Malaria

Weltweite Online-Premiere aus Ebersberg: Dokumentation über Malaria und Filmgespräch mit Regisseurin und Fachleuten

Österreich, Deutschland, Schweiz 2019 / Dokumentarfilm / 99 Minuten / Regie: Katharina Weingartner / ab 6 Jahren freigegeben / OmU

 

Ein wunderschöner Film über eine grauenhafte Krankheit. – ORF-Radio FM4

 

Corona legt die Welt lahm und lässt andere Infektionskrankheiten vergessen. Es wird davon ausgegangen, dass als Folge des Lockdowns in diesem Jahr doppelt so viele Menschen an Malaria sterben werden als sonst. Dabei gäbe es durchaus auch pflanzliche Möglichkeiten. Katharina Weingartner hat darüber und über die Machenschaften der Pharmaindustrie eine Dokumentation gedreht, die das altes kino Ebersberg zum Weltmalariatag als weltweite kostenlose Online-Premiere im Livestream zeigt. Anschließend gibt es ein Filmgespräch mit Experten aus Medizin und Entwicklungspolitik.

 

Malaria hat südlich der Sahara bereits mehr Menschen getötet als alle Krankheiten und Kriege dieser Erde zusammen: Ein totes Kind pro Minute lautet die grausame Formel. Black lives don’t matter? Aber was wäre, wenn eine Heilpflanze den ältesten Parasiten der Menschheit besänftigen könnte? Eine bezahlbare Medizin, die jeder selbst im Garten ziehen kann? Im Krisengebiet Ostafrika setzen die Heilpraktikerin Rehema Namyalo, der Biologe Richard Mukabana und der Pharmakologe Patrick Ogwang auf den einjährigen Beifuß, Artemisia annua. Dessen isolierter Wirkstoff Artemisinin wird längst von der globalen Pharmaindustrie in teuren Malaria-Präparaten erfolgreich eingesetzt. Doch die Forscher stoßen bei ihrer Suche nach lokalen, billigen Lösungen auf heftigen Widerstand bei den Pharmakonzernen und große Skepsis bei den Regierungen. Nicht einmal die WHO will das Engagement unterstützen. Geht es hier tatsächlich noch um Entwicklungszusammenarbeit oder um koloniale Unterwerfung und Profitgier?

 

Profitsucht

Der Film rüttle auf, sei klug und mutig, urteilte der Schweizer Soziologe Jean Ziegler. „Wir, die wir erstmals am eigenen Leib den Schrecken einer Pandemie erfahren, werden an jene erinnert, die schon ewig mit einer tödlichen Krankheit ringen“, sagt er. Der Dokumentarfilm „zeigt die bodenlose Arroganz der Pharmakonzerne, ihre Repression der afrikanischen Forscher und ihre Profitsucht“.

 

Im Anschluss an den Film gibt es einen Talk, an dem neben der Regisseurin Katharina Weingartner Fachleute von „Ärzte ohne Grenzen“, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung teilnehmen. Die Moderation übernimmt der Journalist Peter Kreysler.

 

Der Film wird auf https://live.alteskino.de gezeigt. Zuschauer können sich per Chat am Talk beteiligen. Der Abend beginnt mit einer kurzen Einführung um 17 Uhr, das Filmgespräch findet ab 19 Uhr statt.