Samstag, 11.03.2017

Schiller: Verrat, Verrat, und hinten scheint die Sonne

Eine Produktion des Nationaltheaters Mannheim mit Michael Quast und Philipp Mosetter, die Faust-I-„Versteher“

Veranstalter:  Kulturkreis Ebersberg e.V., Tel.: 08092/ 22351

 

Von Schiller lernen heißt, kompromisslos möglichst alles und nur das Größte zu wollen, und zwar sofort. Der Bühnentausendsassa Michael Quast und die personifizierte Fußnote Philipp Mosetter machen sich auf, an diesem Anspruch ganz im Schillerschen Sinne zu scheitern, nämlich grandios.

 

Nachdem sie sich schon Goethes „Faust“ auf unwiderstehliche Weise angenommen haben, lautet das bewährte Rezept: Aus einem konzentrierten Nichts heraus mit größtmöglicher Ernsthaftigkeit ein Maximum an Komik zu erzielen, und zwar sofort. Dabei spielt der Apfel als Schillers Lebensmotiv – vom Vater, der sich als Pomologe hervortat, über die berühmten faulen Äpfel in der Schreibtischschublade bis zum Apfelschuss im letzten Stück, „Wilhelm Tell“ – ebenso eine Rolle wie Schillers Krankheiten in seinem Werk. Im Grunde war Schiller pausenlos krank. Angefangen beim hartnäckigen Husten in der Kadettenanstalt bis zur finalen Tuberkulose in Weimar, was an Hand der Dramen sehr schön beleuchtet werden kann.

 

Quast spielt diesmal nicht nur alle Rollen, sondern auch alle Krankheiten. Mosetter diagnostiziert, interpretiert und macht Therapievorschläge. Ein Abend, der uns Schiller fast schon wieder sympathisch macht.

 

Die FAZ meint dazu: „Man sollte diesen Vortrag zum Pflichtprogramm in Deutsch-Leistungskursen machen.“

(telefonisch unter 08092-2559205)
Abendkasse: 17-20 €
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Im alten kino

Samstag, 11.03.2017

Schiller: Verrat, Verrat, und hinten scheint die Sonne

Eine Produktion des Nationaltheaters Mannheim mit Michael Quast und Philipp Mosetter, die Faust-I-„Versteher“

Veranstalter:  Kulturkreis Ebersberg e.V., Tel.: 08092/ 22351

 

Von Schiller lernen heißt, kompromisslos möglichst alles und nur das Größte zu wollen, und zwar sofort. Der Bühnentausendsassa Michael Quast und die personifizierte Fußnote Philipp Mosetter machen sich auf, an diesem Anspruch ganz im Schillerschen Sinne zu scheitern, nämlich grandios.

 

Nachdem sie sich schon Goethes „Faust“ auf unwiderstehliche Weise angenommen haben, lautet das bewährte Rezept: Aus einem konzentrierten Nichts heraus mit größtmöglicher Ernsthaftigkeit ein Maximum an Komik zu erzielen, und zwar sofort. Dabei spielt der Apfel als Schillers Lebensmotiv – vom Vater, der sich als Pomologe hervortat, über die berühmten faulen Äpfel in der Schreibtischschublade bis zum Apfelschuss im letzten Stück, „Wilhelm Tell“ – ebenso eine Rolle wie Schillers Krankheiten in seinem Werk. Im Grunde war Schiller pausenlos krank. Angefangen beim hartnäckigen Husten in der Kadettenanstalt bis zur finalen Tuberkulose in Weimar, was an Hand der Dramen sehr schön beleuchtet werden kann.

 

Quast spielt diesmal nicht nur alle Rollen, sondern auch alle Krankheiten. Mosetter diagnostiziert, interpretiert und macht Therapievorschläge. Ein Abend, der uns Schiller fast schon wieder sympathisch macht.

 

Die FAZ meint dazu: „Man sollte diesen Vortrag zum Pflichtprogramm in Deutsch-Leistungskursen machen.“